vilsteren

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Westlich von Ommen, versteckt zwischen hügeligen Wäldern, liegt das kleine Eschdorf Vilsteren. Schon von weitem sieht man den Turm der 1897 errichteten »Willibrodskerk« über die Wipfel ragen. Das katholische Kirchengebäude ist in der evangelisch geprägten Region eine Ausnahme, denn nach Vertreibung der Spanischen Truppen im Jahr 1581 wurde der katholische Glaube hier offiziell verboten. Die Gemeinde von Vilsteren hielt dennoch heimlich Gottesdienste ab, aber erst 1856 konnte wieder eine Kirche gebaut werden, die dann später durch die heutige Willibrodskerk ersetzt wurde. Vor allem die schönen Kreuzwegstationen lohnen den Besuch.
Sehenswert ist das 1908 vom Amsterdamer Architekten Eduard Cuypers entworfene Herrenhaus Vilsteren. Es wurde genau an der Stelle errichtet, an der sich ursprünglich der Hof Vilsteren befunden hatte. Cuypers, der in seinem charakteristischen Stil auch die Bahnhofsgebäude entlang der Linie des Vechtetals baute, hat das monumentale Landhaus aus Backstein im Stil der Neorenaissance errichtet. Auch die Mühle von Vilsteren ist reizvoll. Sie stammt aus dem Jahr 1858, wurde seither einige Male umgebaut und ist noch heute betriebsbereit. Charakteristisch ist ihr hoher steinerner Fuß, der zu einem besseren Stand im Wind beiträgt. Auf Grund ihrer Höhe ist sie bereits vom Vechte-Wehr aus zu sehen. Die kunstwegen-Route führt bei Vilsteren an einem beschaulichen Altarm der Vechte entlang. In der Abgeschiedenheit dieses Naturraums sind zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet.