uelsen/spöllberg

uelsen/spöllberg

Auf der flachen Talsandtiefebene der Niedergrafschaft Bentheim haben Gletscher der Saale-Eiszeit 100 m2 Endmoränen aufgeschüttet. In dieser Hügellandschaft, die das Quellgebiet mineralreicher Waldbäche ist, haben schon in vorgeschichtlicher Zeit Menschen gelebt, wie sich durch stein-, bronze- und eisenzeitliche Funde bezeugen lässt.
Die Samtgemeinde Uelsen hat rund 5.000 Einwohner und umfasst außer dem 1131 erstmals urkundlich bezeugten Städtchen Uelsen die Ortsteile Bauerhausen, Lemke, Höcklenkamp und Waterfall. Sehenswert in Uelsen ist das »Alte Rathaus« aus dem Jahr 1650 mit seinem Glockenspiel. Die Ursprünge der evangelisch-reformierten Kirche lassen sich bis auf die Bekehrung der heidnischen Friesen durch irische Missionare im 7. Jahrhundert zurück verfolgen. Auch die Wind- und die Wassermühle sind unbedingt einen Besuch wert. Südlich von Uelsen laden mehrere Reiterhöfe zu Ausflügen ein und es lockt ein idyllisch gelegenes Waldbad.
Der nordöstlich der Stadt gelegene Spöllberg mit seinen frühzeitlichen Grabhügeln erlangte Berühmtheit, als ein Bauer 1840 dort einen 12 Zentimeter hohen goldenen Becher fand, der heute auf die späte Bronzezeit datiert wird, also auf 750–600 v. Chr. Eine Kopie ist im Uelsener Rathaus zu bewundern. Die ältesten Siedlungsspuren auf dem hufeisenförmigen Moränenhügel stammen aus der jüngeren Steinzeit (3500–1800 v.Chr.). Doch die acht Grabhügel stammen wahrscheinlich erst aus der Bronzezeit (1800–800 v.Chr.). Im Naturraum Spöllberg gedeiht heute vor allem die charakteristische Besenheide. Schafbeweidung verhindert die Vergrasung der Heideflächen und sorgt für blütenreiche Pflanzenbestände.