sibculo

Sibculo, nahe Kloosterhaar und dem Naturschutzgebiet »Engbertsdijksvenen« gelegen, wird erstmals 1235 unter dem Namen »Sebekeloe« erwähnt. Mit »Lo« bezeichnete man damals einen auf höher gelegenem Sandboden wachsenden Wald, und das Wort »Sebeke« ist von dem Namen »Sibica« abgeleitet. Im Jahr 1406 bezogen hier die katholischen »Brüder vom gemeinsamen Leben« ihr während eines Zeitraums von mehr als 100 Jahren errichtetes Kloster.
Schon im 16. Jahrhundert endete die Blütezeit der Einrichtung: Unter wachsendem Einfluss der Reformation mussten die Mönche ihr Kloster 1580 verlassen. Die bedeutende Bibliothek gelangte zunächst ins Kloster Frenswegen, später nach Straßburg. Noch vor 1600 machten Truppen der Generalstaaten das Kloster Sibculo dem Erdboden gleich. Nach Ausgrabungen sind heute nur Reste der Anlagen zu sehen, lediglich der Brunnen wurde rekonstruiert.