mariënberg

Lange bestand Mariënberg aus nur drei Bauernhöfen und einer Getreidemühle. Die erste Ansiedlung geht zwar auf das 14. Jahrhundert zurück, doch erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich Mariënberg zu einem Dorf. Der Bau der Eisenbahnlinie im Jahr 1905 gab hier wichtige Impulse. Die Bahnhofsgebäude entlang der Bahnlinie wurden übrigens vom Architekten Eduard Cuypers entworfen, dem Neffe des berühmten P. J. H. Cuypers, der den Amsterdamer Hauptbahnhof und das Rijksmuseum baute. Auch der Mariënberger Bahnhof folgt dem typischen Stil, bei dem roter Backstein, rote Dachziegel sowie Baumaterialien aus Naturstein verwendet wurden. Lohnenswert ist ein Abstecher zum 1235 erstmals erwähnten Kloster Sibculo, das südöstlich von Mariënberg liegt.
Nördlich des Orts befindet sich der Spargelhof »Het Nijenhuis«, der während der Erntezeit von Mitte April bis zum 24. Juni besichtigt werden kann. Gleich nebenan stößt man auf eines der sieben niederländischen Vechtewehre, neben dem eine so genannte »Fischleiter« angelegt wurde. Damit wird den Tieren ermöglicht, flussaufwärts zu wandern.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfes befindet sich das Naturschutzgebiet »Engbertsdijksvenen«, eine ausgedehnte Moorlandschaft und ein eindrucksvolles Beispiel der ursprünglichen Umgebung Mariënbergs. Charakteristisch für den Naturraum um Mariënberg sind zahlreiche Altarme der Vechte, die sich nach Abtrennung durch Flussbegradigungen in aller Abgeschiedenheit zu wahren Naturparadiesen entwickelt haben. Sogar Eisvogel und Kormoran sind in diesen Lebensraum zurückgekehrt.