coevorden

coevorden

Der Name der um 1100 am Oberlauf der Vechte gegründeten Stadt verdankt sich einer nahegelegenen Furt, durch die damals Kühe zum Markt geführt wurden: »Koeievoorde«, zu Deutsch »Kuhfurt«. Die geografische Lage des Ortes versprach damit seit jeher einen strategischen Vorteil: Er war von Moorgebiet umgeben, und wer wie z. B. Holzhändler zwischen den Niederlanden und dem Norden pendelte, musste auch Coevorden passieren und dort Zölle entrichten.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort von der Furt zur Kriegsfestung und Garnisonsstadt. Im Jahr 1600 errichtete man hier den ersten befestigten Grabenring – nach neuesten, damals aus Italien stammenden Erkenntnissen der Festungsarchitektur. Im Zuge wechselnder Kriegsgeschicke wurden diese Anlagen immer weiter ausgebaut. Die Stadt wurde schließlich derart militarisiert, dass niemand mehr dort leben mochte, und Anfang des 18. Jahrhunderts musste die Regierung erhebliche Anstrengungen unternehmen, um Bürger zur Ansiedlung in einer Stadt zu bewegen, die fast nur noch aus Militärbaracken bestand.
Erst 1854 hob man die Garnison auf und begann damit, die Festungsstadt zu schleifen. Wälle und ein Großteil der Gräben wurden zugeschüttet. Heute stellt die sternförmige Grabenanlage, in der man das Muster der ehemaligen Verteidigungsanlagen wiedererkennt, den vielleicht schönsten Teil Coevordens dar. In der Umgebung befinden sich interessante Bauernhöfe und das Naturschutzgebiet »De Katshaar«.